- Microsoft 365
- Blad meldet sich bei OneDrive mit Microsofts Gerätecode-Anmeldung an: Der Fernseher zeigt einen Code, und eine Person meldet sich am Handy oder Computer an. Blad verlangt drei delegierte Berechtigungen: Files.Read, offline_access und User.Read. Mit einem Geschäfts- oder Schulkonto listet Blad das eigene OneDrive dieser Person auf. Dokumentbibliotheken in SharePoint und Teams brauchen einen zweiten Schritt: Die Zeile Shared Libraries an der Quelle bittet die Person, sich noch einmal anzumelden und eine weitere Berechtigung zu erteilen, Sites.Read.All. Danach lassen sich die Bibliotheken, auf die diese Person Zugriff hat, durchsuchen und auswählen. Eine Organisation kann diese Berechtigung verweigern oder die Zustimmung eines Administrators verlangen; Blad meldet das, und die eigenen Dateien der Person funktionieren wie bisher. Dateien, die andere einzeln mit der Person geteilt haben, werden nicht aufgelistet. Viele Organisationen sperren diese Art der Anmeldung: Microsofts Sicherheitsstandards tun es, und seit dem 1. Juli 2026 gilt das für jeden neuen Mandanten. Andere lassen Apps von außen nur durch einen Administrator freigeben. Blad meldet, wenn die Anmeldung gesperrt ist; dann muss die IT-Abteilung sie erlauben und die App freigeben, oder die Dateien müssen aus einer anderen Quelle kommen. Wir haben OneDrive nur mit privaten Konten getestet und die geteilten Bibliotheken nur mit den Beispieldaten aus Microsofts Dokumentation, nie mit einem echten Mandanten. Probiert ein Geschäftskonto mit den fünf Gratis-Titeln aus, bevor ihr damit plant.
- Dropbox und Google Drive
- Bei Dropbox listet Blad die eigenen Ordner der angemeldeten Person auf. In einem Dropbox-Team mit gemeinsamem Teambereich werden die Teamordner neben den eigenen aufgelistet und lassen sich genauso auswählen. Bei Google Drive sieht Blad nur die Dateien, die eine Person einzeln in Googles eigener Dateiauswahl auswählt. Ein Administrator von Google Workspace kann einschränken, bei welchen Apps von außen sich Nutzer anmelden dürfen; die IT-Abteilung muss Blad dort also möglicherweise ebenfalls freigeben. Wir haben keines von beiden mit einem Geschäftskonto getestet, und den Teambereich nicht mit einem echten Teamkonto.
- Dateiserver oder NAS
- Adresse des Servers, Benutzername und Passwort eingeben und die Freigabe wählen. Blad nutzt SMB 2 oder neuer und verbindet sich über das lokale Netzwerk. Gebt Blad ein eigenes Konto mit Lesezugriff auf die Ordner, die es braucht, und auf nichts sonst. Getestet haben wir die Windows-Dateifreigabe mit einem lokalen Konto. Einen Server, der nur Kerberos-Anmeldungen von Domänenmitgliedern annimmt, haben wir nicht getestet. Wird das Passwort geändert, wählt an der Quelle Edit Sign-In: Sie behält ihre Ordner, ihre Titelseiten und den Lesefortschritt. Dasselbe gilt für WebDAV-, S3- und OPDS-Quellen.
- Nextcloud, WebDAV und S3
- Adresse, Benutzername und Passwort eingeben (bei Nextcloud ein App-Passwort), bei S3-kompatiblem Speicher Endpunkt, Bucket und Zugriffsschlüssel. Der Server braucht ein Zertifikat, dem das Apple TV vertraut: Selbstsignierte und abgelaufene Zertifikate lehnt Blad ab. Unverschlüsseltes http wird nur für einen Server im lokalen Netzwerk akzeptiert.
- OPDS-Kataloge
- Ein Bibliotheksserver, der einen OPDS-Katalog bereitstellt, etwa Komga, Kavita, Calibre oder Calibre-Web, wird mit seiner Adresse und mit Benutzername und Passwort oder einem API-Schlüssel hinzugefügt. Für Zertifikate und http gelten dieselben Regeln. Blad liest nur aus dem Katalog und schickt keinen Lesefortschritt dorthin zurück. Getestet haben wir das mit unserem eigenen Testserver, der nach dem Quellcode der Server geschrieben ist, und nicht mit den Servern selbst.
- Vom Laptop, ohne Konto
- Auf dem Apple TV Upload wählen, den QR-Code scannen oder die Adresse in einen Browser eingeben und die Dateien senden. Laptop oder Handy müssen im selben Netzwerk sein wie das Apple TV; ein Gastnetz, das Geräte voneinander trennt, verhindert das. Die Übertragung läuft als einfaches http innerhalb eures Netzwerks, mit einem zufälligen Code in der Adresse, und nur solange dieser Bildschirm geöffnet ist. Upload nimmt PDF-, EPUB-, CBZ- und CBR-Dateien an.
- Installation auf vielen Apple TV
- Ein Apple TV lässt sich in einer Geräteverwaltung (MDM) registrieren und betreuen, und ein solcher Dienst kann Apps aus dem App Store installieren, ohne dass jemand die Fernbedienung anfasst. Blad haben wir auf diesem Weg nicht getestet. Blad liest keine verwaltete App-Konfiguration, Quellen lassen sich also nicht verteilen: Jemand fügt sie auf jedem Apple TV hinzu. Sind die Apple TV mit demselben iCloud-Account angemeldet, wandert die Liste der Quellen zwischen ihnen mit; die Anmeldung bei jeder Quelle kann aber auf jedem Gerät erneut nötig sein.
- Kauf
- Der Download ist kostenlos, und die ersten fünf Titel sind gratis. Die Vollversion ist danach ein einmaliger In-App-Kauf, der auf dem Apple TV mit dem Apple Account getätigt wird, der dort für Käufe angemeldet ist. Den Preis zeigt die App. Apples Mengenkauf (Apps und Bücher in Apple Business und Apple School Manager) kann In-App-Käufe weder kaufen noch zuweisen, und verwaltete Apple Accounts können nichts kaufen; es braucht also einen gewöhnlichen Apple Account mit Zahlungsmethode. Apples Bedingungen erlauben einer Organisation, eine App für eine Person auf mehreren Geräten zu nutzen oder für mehrere Personen auf einem gemeinsam genutzten Gerät. So wie wir das lesen, braucht ein gemeinsam genutztes Apple TV seinen eigenen Kauf. Die Rechnung kommt von Apple, nicht von uns.